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Wenn man eine Homepage von über 1000 Bildschirmseiten,
berechnet auf 1600x1200er Auflösung, bereit
hält, ist es
immer schwer, sie zu warten, aber ebenso schwer ist es, sie geschickt
unter die Leute zu bringen. Und dies gilt diesmal nicht im Sinne der
Spammer: Da unsere Seiten nicht kommerziell sind, habe ich kein
Interesse daran, dass besonders viele Personen darauf zugreifen. Zwar
gibt der Tarif von all-inkl.com
auch das her, aber ich empfinde es aus eigener Erfahrung trostlos, dass
ich immer wieder auf Seiten treffe, die ich gar nicht besuchen will.
Das muss nicht sein! Aber es ist andererseits auch schwer, die Seiten so zu
präsentieren, wie es nötig wäre, um sie in den
Suchmaschinen an die
Stelle zu bringen, die sie den Interessierten tatsächlich
zugänglich
macht. Das gilt umso mehr, je kürzer die Seiten sind - und genau
darauf
will ich der Übersicht halber nicht verzichten. Der Grund, warum ich die folgenden Seiten auf einem praktisch
stillgelegten Server verwalte, liegt daran, dass ich eine Seite
brauche, die dem Verlinken der Geschichten dient. Ich werde auf dieser
Seite die Gelegenheit nutzen, die für
Suchmaschinen relevanten Stichwörter
zusammen zu tragen, damit diejenigen, die die Wortkombination auf den
unzähligen Einzelseiten nicht finden, von hier aus auf diese
Seiten
weitergeleitet werden. Daher werde ich hier auch Schreibweisen
benutzen, die aus der Zeit der alten Rechtschreibung stammen, dieser
antiquierten Zeit, der die Leser der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
heute noch nachtrauern; deren Abfragekünsten sind die
Suchmaschinen
nicht gewachsen. Aber mehr als das: Aus den als Geschichte zusammengefassten Stichwortseiten kann der Leser bereits einige Highlights entnehmen, so wie wir sie empfunden haben. Und manchmal kann man in Kommentare auch mehr Herz legen, als in die auf Beschreibung ausgelegten Reiseberichte ... |
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Wir haben das Ski fahren nicht erfunden, aber wir haben uns auch nicht davor gedrückt. Heute habe ich die 15 Jahre Vorsprung meiner Frau aufgeholt, mache den Ski-Service selbst, pflege und repariere den Belag, schleife die Kanten «so scharf wie Pamela Anderson» und wachse die Skier auf «Ankleben», damit wir auch auf steilen Pisten Schuss fahren können. Ich habe die Schier bereits nach der sechsten Skiwoche in die
Ecke gestellt, nicht aus Frust - sondern aus Freude am Fahren.
Denn das Snowboard vermittelt einen unglaublich engen Kontakt zur
Piste, kommt denen entgegen, die gerne «mit dem Schnee
tanzen» und
nicht so gerne rasen; das überlassen wir Mario Matt, in
dessen
Haus in Flirsch am Arlberg wir schon zu Gast waren, und seinen
Zeitgenossen. Und so bin ich
in mehr als zehn Wintern zu einem alternden Snowboardfahrer geworden,
nicht so eloquent wie manch anderer Fahrer, der mit seinem Alter
kokettiert, halt einfach gereift - und schnell genug, um mit schnellen
Fahrern mitzuhalten. Tempo
77
in Grindelwald sind elektronisch gemessen
und somit verbürgt, wurden Anfang 2007 auf knapp 80 verbessert und
einen Monat später in Zermatt getoppt: Heute gilt es für
mich, Tempo
100 zu schlagen. Wer spät beginnt, hart trainiert und dann die ersten Erfolge spürt, der entwickelt ein Gefühl für die Schönheit und Großartigkeit schwerer Skigebiete. So wie andere Zeitgenossen Briefmarken sammeln, so sammeln wir Skigebiete. Das hat uns auf zum Teil abenteuerlichen Anreisen in entlegene Gebiete geführt, nach Frankreich, in die Schweiz, Österreich und schließlich auch nach Italien, in die landschaftlich wunderschönen Dolomiten, wo man auf meist einfachen Pisten lange Abfahrten genießen kann, sofern man darauf achtet, nicht über den Haufen gefahren zu werden. Leider fahren die Italiener Schi, wie sie Auto fahren. Dabei ist das Snowboard ein willkommenes Ziel für die Jäger der weißen Pracht. Die blauen Pisten am Kronplatz sind ein Synonym für diese Jagd. Das Gebiet wird, weil ich mich wie die Sucher selbst einmal verschrieben habe, munter unter «Kornplatz» gefunden! Die Bindung des Boards habe ich aber in anderen Gegenden zerlegt, auf dem Stockhorn in Zermatt nach der Mittagspause oder auf der Talabfahrt in Gaschurn. Und auch der Belag ist nicht mehr sicher, wenn wir die präparierten Pisten verlassen und ausweichen auf die wirklich traumhaften Abfahrten von Zermatt, Sankt Anton, Verbier, l'Alpe d'Huez oder Val d'Isère. Und während der durchschnittliche Skifahrer auf dem Gletscher am Matterhorn fährt, treffen sich die Enthusiasten um «Silberpfeil» auf der Buckelpiste «Triftji». Was mit der Frage: «Fährst Du auch Ski?», die ich verneinen musste, einmal so harmlos begann hat sich zu einer - auch für mich kaum glaublichen - Sammlung von Skigebieten ausgewachsen. Mit über 300 Pistenkilometern ist die Sportwelt
Amadé eines
der größten Skigebiete der Alpen. Wer einmal die Skischaukel
zwischen
Flachau und Alpendorf gefahren ist, lernt die Weite des Gebietes
kennen. Flying Mozart, Six Pack und Achter Jet heißen die Lifte
hier.
Und obgleich man sich auf Höhen unter 2000 m bewegt, gibt es
dennoch
meist reichlich Schnee. Bekannt sind der Sonnenhang von Zauchensee und
die FIS Damenabfahrt. Ein Skigebiet von großem
Reiz ist Alpe
d'Huez, häufige
Bergankunft der Tour de France.
Mit den Abfahrten Le Tunnel und Glacier de Sarenne
kann der Ort sowohl in Punkto Schwierigkeit als auch Länge mit den
schwersten und längsten Pisten der Alpen mithalten.
Der Pic Blanc ist zwar ein Berg von eher geringem Reiz
aber
dafür der Ausgangspunkt
für diese Touren. Französische Skigebiete haben klingende Namen, die meist
falsch ausgesprochen werden. Ein typisches Beispiel ist Val
Thorens,
dessen Nasallaut zu dunkel gesprochen wird und vor Ort mit offenem
«e»
intoniert wird. In Paris mögen sie «Avoriaz»
sagen, so
wie man «gaz de
france» ja auch mit «s» spricht. Radio Avoriaz
dagegen sagt
«Avoria». Ich habe aber auch schon in weniger versierten
Zeitungen wie
dem Bonner General-Anzeiger genau das Gegenteil gelesen.
Wie dem auch sei, wer Radio Avoriaz bereits einmal in seinem
Zimmer
gehört hat, der weiß um die Unterschiede. Wer sich für
das
einzigartige, grenzüberschreitende Gebiet
der Portes du Soleil
interessiert, der findet bei uns eine Reisebeschreibung und einen
Stimmungsbericht. Berühmt ist die Piste Chavanette,
die als eine der steilsten Pisten der Alpen gilt. Beeindruckend der
Einstieg,
lang (aber auch endlos breit) die Abfahrt. Ein Skigebiet für alle
Arten
von Skifahrern mit viel Fun für Könner. Dazu gibt es Bilder
und Fotos bei
Nacht,
die ihres Gleichen suchen. «Der Skipass Dolomiti Superski gilt soweit das
Auge
reicht!», antworte ich, wenn ich nach der Dimension im Schifahren
in
den Dolomiten
gefragt werde. Und tatsächlich kann man 1220 Pistenkilometer
und 450 Aufstiegshilfen nutzen, von Cavalese im Westen, wo ein
amerikanischer Kampfpilot die Gondel vom Himmel geschnitten hat, bis zu
den Drei
Zinnen im Osten, von Bruneck im Norden bis San Martino
di
Castrozza im Süden. Aber weit mehr als die technischen Daten
beeindruckt
unbestreitbar die landschaftliche Größe dieses üppig
erschlossenen
Skigebiets,
geprägt von blauem Himmel, braunem Fels und weißem Schnee.
Hier haben
im ersten Weltkrieg die großen Schlachten stattgefunden, hier
soll das
«Lametta»
seinen Urspung gefeiert und gigantische Mengen Sprengstoff große
Teile
der Bergspitzen «abgetragen» haben. Lagazuoi
und Col di
Lana sind Synonyme für diesen Irrsinn, der sich noch heute in
Tunnelsystemen manifestiert, die die Berge durchlöchern wie einen
schweizer Käse. Das Nachrichtenmagazin Der
Spiegel hat vor nicht allzu langer Zeit diesem Kampf eine Story
gewidmet, kurz nach unserer Rückkehr aus den Bergen. Jean Claude Killy hat seinen Namen einem einzigartigen Schigebiet geliehen, das sich unter der Bezeichnung «l'espace killy» als eines der schönsten Skigebiete der Alpen herausgebildet hat, besser bekannt unter den Namen Val d'Isère und Lac de Tignes. Mit 300 km präparierten Pisten und einem gewaltigen Angebot an Liftanlagen darf sich dieses Gebiet zurecht als «le plus bel espace de ski du monde» bezeichnen, was für Anfänger und mittelmäßige Schifahrer zu 100% gilt. Die Piste Face Olympique de Bellevarde ist steil und aufregend, insgesamt fehlt dem Gebiet aber die Einzigartigkeit von Zermatt. Zudem betreibt das Gebiet noch immer eine Standseilbahn, die baugleich ist mit der Unglücksbahn von Kaprun, was die Streckenführung angeht. Nach dem Unfall hat man hier die Bahn total umgebaut und die brennbaren Teile weitgehend entfernt. Da aber auch Aluminium bereits bei relativ geringen Temperaturen brennt, muss man hoffen, dass die Maßnahmen nicht ihre Wirksamkeit unter Beweis stellen müssen. Frankreich besitzt viele Orte aus der Retorte: Flaine ist
so ein Betonklotz.
Und wie der Ort, so die
Bezeichnung
der längsten, zentralen Stehgondel: Téléphérique.
Oben
angekommen hat man einen wunderbaren Blick auf den Mont Blanc,
von dem uns nur das Tal von Chamonix trennt. Darum ist es am Rhein so schön: Flims/Laax ist dem geneigten Skifreund ein Begriff. Verstreut und doch sehr zusammenhängend über mehr als 140 Quadratkilometer um den Crap Sogn Gion gruppiert sich diese Landschaft zwischen Vorab und Cassonsgrat. Mittlerweile hat man von Laax nach Plaun eine großen Umlaufseilbahn geschaffen, die das Gebiet verändert hat. Vier Stunden im Stau bei der Rückfahrt auf schweizer Autobahnen, die bei Unfällen oft eine Totalsperrung verpasst bekommen, und ein netter Tag mit dem Skiclub der Leica Geosystems erinnern uns an unseren vorerst letzten Besuch dort. «Das kleine Skigebiet Flumserberg, umweit von Zürich gelegen, ist eher etwas für Familien und Anfänger. Nach Neuschnee kann man zwar auch hier einige interessante Abfahrten machen, aber die Auswahl ist stark begrenzt. Bei nur 50 Pistenkilometern der unteren Schwierigkeitsgrade ist das auch nicht weiter verwunderlich. Zudem ist das Gebiet bei gutem Wetter schnell überlaufen.» Für diesen Kommentar bin ich von schweizer Skifahrern bereits abgestraft worden. Aber ich stehe dazu! Bei Tempo 77Für unseren Bericht über den Hintertuxer
Gletscher haben
wir zwei Freikarten geschenkt bekommen. Im Rahmen einer Reise von Gletscher
zu Gletscher,
die uns u.a. nach Hintertux
führt, wird uns schon bei der Quartiersuche angekündigt, dass
dies der schönste Gletscher Österreichs sei - und so zeigt
sich
dieser dann auch von seiner allerbesten Seite. Ischgl/Samnaun gilt als das größte, zusammenhängende Après-Ski-Gebiet der Welt. Doch gute Schneeverhältnisse und strahlend blauer Himmel verhindern meine erste ausgedehnte Begegnung mit dem Après-Ski. Statt dessen nutze ich das Gebiet für das, wofür es wie geschaffen ist, zum Brummen bis das Snowboard abhebt. Exzelllente Beförderungsanlagen, im Volksmund «Skilifte» genannt, und viele einfache Pisten kennzeichnen dieses Gebiet, in dem heiße Girls auf den Balkons der Hütten für mehr Umsatz strippen und wo die Bierfahnen noch zuverlässiger wehen als der Wind oder die Nationalflagge von Österreich. «Sex sells» ist das Motto auf und neben den Pisten. Das Fahrvermögen der Protagonisten passt dabei voll ins Bild. Skiurlaub in Bad Kleinkirchheim: Unter den ganz großen Skigebieten der Alpen wird man dieses wohl vergeblich suchen. Und hätten wir den Aufenthalt vor Ort nicht bei einer Tombola gewonnen, dann wären wir sicherlich nicht 900In Davos, genau genommen auf Strela,
habe ich mir vom
Liftpersonal eine
unverschämte
Bemerkung anhören müssen: «Bringen
Sie sich eine Schaufel mit und präparieren Sie die Liftspur doch
selbst!». Aber die Direktion der Davoser Bergbahnen
hat
sich nicht nur mit
zwei Freikarten entschuldigt, die wir auf Grund eines beruflich
bedingten Aufenthalts in Heerbrugg auch tatsächlich zu einem
weiteren
Besuch
nutzen konnten. Ich nehme ihnen auch ab, dass sie sich über das
Verhalten ihres Mitarbeiters geärgert haben. Strela ist
mittlerweile
aus dem Verbund der Bergbahnen
ausgeschieden. Trotzdem haut mich das Skigebiet nicht vom Sockel und
meine Zwerge auch nicht. Laufstrecken für Snowboarder an zentralen
Streckenabschnitten trüben ein wenig die Freude. Und das Jacobshorn
ist etwas für die Anfänger auf dem Board
und
nichts für alte Hasen. Wenn man den Angaben im ADAC-SkiAtlas trauen darf,
dann besitzt Lenzerheide
eines der anspruchsvollsten Skigebiete der Alpen. Aber hier darf man
ihm nicht trauen. Denn nicht
eine einzige Piste im ganzen Gebiet bleibt als besonders ausgefallen in
Erinnerung. Dass man sich dennoch mit dem Gebiet anfreunden kann, liegt
daran,
dass sich das Ski fahren an den Hängen eines schönen
Hochtals abspielt. Die Übersichtlichkeit des Gebietes, die langen
und breiten Pisten und die wunderbare Fernsicht
vom Rothorn sind
Attraktionen
für Familien und Genussskifahrer. Mittlerweile soll die
Beltrametti-Piste eine echte Herausforderung darstellen. Oberstdorf ist das nächstgelegene,
ernst zu nehmende
Skigebiet
von Bonn aus gesehen, 565 Unsere Tochter hat uns ein Skigebiet voraus, und zwar das an der Grenze zwischen Österreich und Italien, am Reschenpass. Eine Fahrt der Jahrgangsstufe 11 ist Ausgangspunkt für die kurze Geschichte über die Reise an sich und das Skigebiet von Nauders und Pfunds im Besonderen. Die Entdeckung des Jahres 1999, Saas
Fee, haben wir bisher nicht wieder besucht. Eingeschlossen von 4000
m hohen Bergen und eindrucksvollen Gletschern
liegt dieser Ort auf
1600
m Höhe, hat wegen seiner guten Gastronomie und seiner alten
Heustadl,
die mitten im Ort stehen und die noch immer ein gewisses Flair
verbreiten, einen untadeligen Ruf, aber das
Preis-/Leistungsverhältnis
stimmt nicht so recht. Wenn ein Ort teuerer ist als Zermatt aber das
Skigebiet deutlich langweiliger, dann ist das nicht in Ordnung. Parken
muss man in einem futuristischen Parkhaus. Wer sich die Etage nicht
merkt, ist verloren. Kaum ein Ort in Österreich ist so teuer wie Sankt Anton am Arlberg. Dieser wenig aufregende Weiler bietet aber auch eines der schönsten, schwersten und traditionsreichsten Skigebiete der Alpen. Wer einmal das Mattunkar gefahren ist, der muss neidlos zugeben, dass nur wenige Schigebiete über eine so spannende Abfahrt verfügen, oder sollte ich sagen: «Skiroute»? Wem das nicht reicht, der fährt am Schindlergrat «links raus». Dort warten traumhaft schöne und steile Nebenstrecken, die wir in Anlehnung an unseren Begleiter Felix die «Wältischen Normalwege» nennen. Wer preiswert wohnen und maßlos Skifahren will, der wählt einen der etwas abseits liegenden Orte wie Schnann oder Flirsch und nimmt den kostenlosen Skibus. In jenem Winter, als Lawinen Galtür und Avolène zerstörten, habe ich am 2. Mai den denkbar schönsten Saisonabschluss gefeiert: Drei Tage bei stets besser werdendem Wetter und schließlich 23½°C im Schatten - dazu Sulzschnee so hoch wie die Brandung bei Lacanau - Snowboardherz, was willst Du mehr? Wer ein ansprechendes Familenskigebiet sucht, auf Pistenkilometer nicht verzichten will und mautfrei anreisen möchte, der ist gut beraten, seinen Blick auf Serfaus-Fiss-Ladis zu richten. Dass Kinder ab dem vollendeteten 15. Lebensjahr bereits die volle Gebühr für den Skipass bezahlen, mag den Spaß ein wenig trüben. Dafür dürften sich hier besonders die Kleinen wohl fühlen, angesichts der großen Zahl von Gleichgesinnten. Gaschurn, Partenen, Gortipol und Schruns
sind die Orte, von denen aus man die Silvretta
Nova erkundet,
vielleicht
das ultimative Gebiet für den gemäßigt anspruchsvollen
Skifahrer. Hier gibt es eine der steilsten präparierten Pisten,
aber
auch die größte
Hütte und die heftigste Sternbar
der Alpen. Dazu moderate Preise verglichen mit anderen Orten. Zumindest
war das vor der Euro-Umstellung so. Mittlerweile habe ich etwas Abstand
zu dem Gebiet gewonnen, vor allen nach der Einrichtung zweier sinnloser
Liftanlagen, die keine weiteren Pisten erschließen. Nach wie vor
bleibt
die
Silvretta
Nova aber ein gastronomisches Skigebiet. Auf dem Stubaier Gletscher macht man nicht Sommerski, sondern man fährt dort gegen Ende November, weil die klassischen Skigebiete noch keinen Schnee haben. Sommerski ist und bleibt ein Privileg derer, die immer Alles wollen und dabei auch den Ruin der Natur in Kauf nehmen. Kein Skifahren erfordert so weite Anreisen über grüne Wiesen wie diese Art von Skisport. Die Trois Vallées sind mit weitem Abstand das größte zusammenhängende Skigebiet der Alpen. Wer sein Auto in Mottaret abstellt, 1800 m hoch, und dann eine Woche lang Sonne bei Tag und Neuschnee in der Nacht hat, dazu mittlerweile 600 km präparierte Pisten verteilt über die Täler von Courchevel, Méribel und Belleville, der ahnt, dass er es hier mit einer anderen Dimension des Skifahrens zu tun hat: «Dem Traum vom Ski fahren». Breite Pisten von schier endloser Länge, präpariert von unzähligen Pistenraupen, dazu die größten Beförderungsanlagen der Alpen, die pro Stunde dreimal so viele Schifahrer transportieren können wie die Bergbahnen von Klosters/Davos. Von der Cîme der Caron bietet sich zudem ein fantastischer Ausblick auf die Barre des Ecrins. Verbier ist der zentrale Ort in den 4 Vallées, hoch gelegen und, wenn auch nicht unbedingt über Weihnachten, schneesicher bis ins Frühjahr. Das Geld wird um Ostern verdient, nur die Franzosen haben größere Unterschiede im Preis. Dafür ist der Skipass für Familien besonders günstig. Die Namen klingen bereits französisch: Col de Gentianes, Lac des Vaux, Attelas, Mont Fort und Mont Gélé. Mit etwa 400 Pistenkilometern sind die Quatres Vallées das größte Skigebiet der Schweiz, überdies extrem zusammenhängend befahrbar. Das Weiße
Hochland ist dem geneigten Skifahrer, der gerne die
Schweiz
aufsucht, sicherlich ein Begriff: Les Diablerets, Wispile und
Wasserngrat sind ein Begriff, so wie Gstaad für
den
Wintersport der Schönen
und Reichen. Vielleicht kennt jemand außerhalb des Binger
Skiclubs
Namen wie Zweisimmen oder Saanenmöser. Wie man
ohne
jede schwarze Piste mehr als 250 Pistenkilometer präpariert,
verrät der
Schweizer in dem einfachsten aller Skigebiete. Der Satz von Hans Meyer:
«Je bekannter das Skigebiet, desto einfacher die Pisten»
gilt hier
nicht so ganz, denn sooo bekannt ist das Gebiet wahrlich auch wieder
nicht. Nach einem Aufenthalt dort ist es für mich auch das
gefährlichste der Schweiz. Über Zermatt, Klein
Matterhorn, Stockhorn,
die Buckelpiste Triftji, Monte Rosa und das einzigartige Matterhorn
ist bereits das Meiste gesagt. Leider ist der
Ort zunehmend am Massentourismus orientiert und mehr und mehr
überlaufen von Gästen, deren Fahrvermögen zu
wünschen übrig lässt.
Nicht ganz unschuldig ist die neue Bergbahnen AG. Auch endet die
Betriebsgenehmigung für die Stockhornbahn 2007. Daher unser
Aufruf: «Rettet
das Stockhorn!». Wir kommen wieder, solange die Gondel noch
läuft,
denn ohne das Stockhorn fehlt dem Gebiet das Besondere, das
Herausragende. Versierte Fahrer zieht es beim besten Willen nicht auf
den Gletscher. |
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Allein auf einer längeren
Reise,
abends
vielleicht an einem einsamen Bergsee, über einer Klippe am Meer,
ein
Seegelboot unten auf dem Wasser, dann stellt sich die Frage, womit man
sich beschäftigt. Ein Hobby während des Hobbies? Reisen mit
großer
körperlicher Anstrengung erlaubt in der Regel keinen Besuch in der
Diskothek, von der zur Verfügung stehenden Kleidung wollen wir mal
ganz
absehen. Und so bietet es sich geradezu an, ein Fahrtenbuch zu
führen.
Zwar erzählt es nur selten spannende Geschichten, aber manchmal
findet
man darin auch die Stimmung einer ganz bestimmten Zeit wieder. Mehr als
Die Radtour zum Nordkapp, gefahren im Sommer 1984, sollte mit 5800 km die längste meiner Radtouren werden, durch Deutschland, Schweden, Norwegen und Finnland führen und genau zwei Monate dauern. Ein Fahrrad mit Stahlfelgen und 10-Gang Schaltung, schwer bepackt, ein ständiger Kampf gegen Wind, Wetter, ein klammes Budget und mittelmäßiges Material, so sehe ich diese Reise heute. Die Fotos dieser Tour hat Andrea Caranti auf den «Trento Bike Pages» einmal als «stunning photo collection» bezeichnet, ein Urteil, dem ich mich als kritischer Betrachter meiner eigenen Bilder anschließen muss. So sind die von vielen Bildern gestützten Erinnerungen an eine einzigartige Fahrradtour unter dem ewigen Licht des Nordens und durch dessen grandiose Landschaften ein Höhepunkt geworden, den keine andere Tour mehr zu toppen im Stande war. Und es gab tolle Touren, so eine nicht ausführlich dokumentierte Fahrt von Bonn nach Paris, die mit über 400 Kilometern an den ersten beiden Tagen begann. Durch Mittelgebirge und Alpen zum Stilfser Joch zu fahren, ist eine ungewöhnliche Variante, um eine berühmte Passstraße zu besuchen. Im Sommer 1985 ist es dann so weit: Die Fahrt beginnt in Bonn und endet dort wieder. Sie wird die schnellste meiner Radtouren und bringt mich an 19 Tagen im Durchschnitt jeden Tag 125 km weit. Sie führt mich durch die deutschen Mittelgebirge zu Vogelsberg und Rhön, durch den Bayrischen Wald über Lengries nach Seefeld, über den Reschenpass nach Prad und zum Stilfser Joch. Von dort fahre ich über Ofenpass und Flüela nach Davos, über Zürich in den Schwarzwald, über Colmar durch die Vogesen und über Dahn und Bingen zurück nach Bonn. Diese Reise, die mit Hilfe des deutschen Jugendherbergswerks (also von Jugendherberge zu Jugendherberge) geschieht, kann am Ende mit Tagestouren zwischen 50 und 225 km aufwarten. Der härteste Tag aber wird von Lengries zum Reschenpass führen und mit 180 km und 2000 Höhenmetern in die Geschichte eingehen. Da wird der Aufstieg zum Stilfser Joch eher zur Randnotiz. Die erste Radtour in den französischen Alpen war ein Traum. Im Herbst 1987 fahre ich mit meiner ersten Frau bei bestem Wetter die ganz großen Namen der Tour de France: Col de la Croix de Fer, Col du Galibier, Col d'Izoard, Col de Vars, Restefond/la Bonette (mit 2802 m der wohl höchste Alpenpass, höher als der Col de l'Isèran und der Col Agnel), Col de la Couillole und Col d'Allos heißen die Eckpunkte dieser Reise. Zwar kommen wir an 8 Tagen gerade einmal 660 km weit, aber dabei überwinden wir mehr als 14000 Höhenmeter. Die zweite Radtour in den französischen
Alpen folgt fünf Jahre
nach der ersten Reise, im Herbst 1992: Rad fahren und Bergwandern auf
einer Tour? Nun, vom Pré
de Madame Carle lassen sich zwei sehr schöne
Hütten im Gebiet der Barre des Écrins erreichen. Und so
machen wir uns
mit Fahrradtaschen und in Turnschuhen auf den Weg über den
Gletscher.
Diese Reise, auf die mich Jörg Eigemann begleitet, hat etwas
Archaisches und Existentielles
an sich. Wenn wir nicht Bergsteigen,
dann quälen wir uns über Schotterstraßen
hinauf zum Col du Grand
Parpaillon, der von einem dunklen Tunnel gekrönt wird. Dazu
krönen
wir die Tour am Ende mit einer Umrundung des Grand
Canyon du Verdon, immerhin 2000 Höhenmeter und 110 km. Der Rhein zwischen Koblenz und Bingen liegt mir besonders am Herzen, weil ich den Fluss in diesem Abschnitt als besonders aufregend erlebt habe; von den ersten Fahrten mit der deutschen Bundesbahn durch das Rheintal nach Österreich, über mehrere Radtouren durch das Tal bis zu den Fahrten zu meiner späteren Frau nach Bingen, bei der es die Bahn auf einer Strecke von einer Stunde und fünfzehn Minuten schon auf dreieinhalb Stunden Verspätung gebracht hat. Seinen besonderen Reiz entwickelt das Tal aber für Radfahrer, denn am linken Ufer wird fast die gesamte Strecke als Radweg über den Leinpfad geführt und nur wenige hundert Meter müssen auf Autostraßen zurückgelegt werden; natürlich dort, wo der Rhein besonders eng ist, an der Loreley. Am letzten Sonntag im Juni werden überdies zwischen Koblenz und Bingen/Rüdesheim beide Rheinseiten für den Autoverkehr gesperrt, was bei gutem Wetter ein gigantisches Volksfest nach sich zieht, das unter dem Namen «Tal total» bekannt geworden ist. Und da die Streckenführung mangels Steigungen besonders einfach ist, verwundet es nicht, dass auch Kinder hier ihre erste Radtour mit eigenem Gepäcktransport versuchen. Von dieser allerersten mehrtägigen Tour durch das landschaftlich reizvolle Rheintal erzählt einer der Reiseberichte. Neben den zuvor angesprochenen Radtouren finden sich in einer Übersicht
auch die weniger
spektakulären, u.a. |
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Wer an Bergwandern denkt, denkt zumeist an die Alpen. Aber es gibt noch eine ganze Reihe anderer Berge in Europa, die es zu erklimmen lohnt. Hiervon handeln die ersten beiden Geschichten: Mit einer Rucksackreise durch Schottland, die auch unter dem Thema Reisen ganz gut aufgehoben wäre, beginnt die Folge der Reiseberichte, die allesamt durch viele Fotos dokumentiert werden. Aber während dieses sechswöchigen Aufenthalts mache ich eine ausgedehnte Wanderung in Northumberland, im schottischen Hochland und auf der Isle of Skye. Ich verbringe viele Nächte in Jugendherbergen und in einem für schottische Regengüsse eher unpassenden Zelt. Daher findet sich dieser Reisebericht unter den Wanderungen wieder, mit passenden Landschaftsfotos. Auch die Besuche auf den vorgelagerten Inselgruppen, den Hebriden und den Orkneys mit einem Bericht vom Hummerfang sollen nicht zu kurz kommen. Climbing Ben
Nevis ist eine zweisprachige Geschichte. Man
verzeihe mir mein Englisch. Dennoch ist der Reisebericht sicherlich
interressant für die, die sich «von hinten» an den
höchsten Berg
Schottlands heran machen
wollen. Welcher Wanderer hat nicht schon davon geträumt, einmal
diesen
Berg zu besteigen. Immerhin hat man es hier (in Fuß) mit einem
4000er
zu tun. In einem guten Sommer
ist das ein ungewöhnliches und gänzlich
ungefährliches Unterfangen, selbst auf einer Route, die nicht in
den
Reiseführern steht. Bei Regen können die Wege über
nasse, steile Wiesen
zu einer tödlichen Falle werden. Und Winterbesteigungen des Berges
enden immer wieder mit einem Desaster. Außer Ben Nevis
gibt es
aber noch andere lohnende Ziele, so der Ben
Lui,
der sehr malerisch gelegen ist und bei gutem Wetter als ein traumhafter
Aussichtsberg gilt. Die Besteigung ist weglos und sollte wie alle
anderen Touren auch, nur in Begleitung erfolgen, da sonst der
Schäfer
die sterblichen
Überreste vielleicht erst im nächsten Frühjahr
findet, wenn man
nicht spurlos im schottischen Hochmoor versinkt. Um Strategien zur Suchmaschinenoptimierung zu testen, hat die
Computerzeitschrift c't die «Hommingberger
Gepardenforelle» erfunden, und damit einen Begriff
geschaffen, der es all jenen Gestalten, die hart am windigen Zeitgeist
vorbeisegeln, ermöglicht, Internetseiten auf Trefferquoten hin zu
optimieren (SEO - search engine optimization). Ich habe den Anlass
benutzt, all jene Begebenheiten, die ich auf Reisen in Schottland
erlebt habe und nirgendwo sonst passend unterbringen konnte, auf den
Seiten über diese virtuelle Forelle aufzuführen - wohl
wissend, dass damit kein SEO-Wettbewerb zu gewinnen ist. Wer will, kann
die Geschichte auch von hinten lesen, also auf der Seite beginnen, die
all das noch einmal
etwas genauer erläutert. |
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Unsere Sommerurlaube haben uns nach Großbritannien, Italien und vor allem nach Frankreich geführt, wobei Frankreich durch seine landschaftliche Großartigkeit überzeugen kann. Die tiefe Schlucht bei Castellane, Grand Canyon du Verdon, ist die herausragende Sehenswürdigkeit des Landes; man umrundet sie auf 110 Kilometer Nebenstraßen und überwindet dabei bis zu 2000 Höhenmeter. Besonders mit dem Fahrrad ist das eine herausfordernde Tour. Unvergessen bleibt auch der Blick (oder, wer es mag, der Sprung) von der Pont de l'Artuby. Am Ende der Sommerferien ist der Besuch im Süden des Landes besonders reizvoll, weil der große Andrang vorüber ist, die Touristen nach und nach die Campingplätze verlassen und Ruhe einkehrt. Dabei liegen so viele sehenswerte Orte am Wegesrand: Le Pont du Gard, Cirque de Navecelles, Gorges du Tarn und Aigues-Mortes, ein heute verlandeter Kreuzfahrerhafen. «Mit dem VW-Bus durch
Frankreich»
ist eine lose Sammlung von Reiseberichten
über Erlebnisse mit einer Art
Wohnmobil. Obgleich nicht ausgebaut, kann so ein VW-Bus
durchaus ein
sehr angenehmes Reisegefährt sein. Ein Aufstelldach bietet das
Minimum
an Reisekomfort. Für alle Frankreichfreunde gibt es eine Übersicht
über
die Reisen in Frankreich, die Sommer- und Winterurlaube, Busreisen,
Wanderungen und Radtouren umfassen. Unsere letzte Reise hat uns nach
vielen Jahren an den Strand von Saint
Tropez geführt, sowie auf
dem Hin- und Rückweg durch die malerische Provence bei
Vaison-la-Romaine; einen freien Vormittag nutze ich zusammen mit meinem
Sohn, um den Mont
Ventoux mit dem Rad zu erklimmen, Startzeit 5:45 Uhr. Wer Freunde in der Nähe von Paris hat, etwa eine
Zugstunde entfernt, die zudem ein sehr uriges Gästezimmer
auf dem Land vermieten, kann auch schon mal ein langes Wochenende dort
verbringen, und so nutzen wir das Finale der Tour de France 2005 zu
einem Besuch, zu dem wir uns dann auch ein paar Stunden an die
Straße stellen. Die Organisation der Siegerehrung ist ein
Armutszeugnis. Wer was sehen will, der hockt sich zu Hause vor den
Fernseher! Dafür haben wir Vinokurow ausreißen sehen und
zudem die Frage geklärt, warum bei diesem Radrennen 189
Fahrräder 1000 Motorfahrzeugen gegenüber stehen. Man kann seinen Urlaub total auf Entspannung ausrichten, also
am Strand abliegen bis die Haut verschrumpelt, oder auch auf
«volle
action», z. B. wandern mit Rucksack bis die Sohlen brennen oder Rad
fahren bis Reifen
und Bremsen qualmen. Man kann das auch
lassen. Wenn man auf dem Weg die eine oder andere körperliche
Betätigung einschiebt, hat das einen stressfreien
Aktivurlaub-Touch. So
unternehmen wir auf unserer Reise durch Südwestfrankreich eine
Kanufahrt auf der Ardèche,
erobern zu Fuß Carcassonne,
fahren mit dem
Rad hinauf zum
Hospiz de France, besuchen St. Jean-de-Luz und Biarritz, essen zu Abend
am Tisch der Brüder Ibarboure und entspannen auf einem der
schönsten
Campingplätze der Region, dem Pavillion Royale in Bidart. Mit
meinem
Tourenrad erklimme ich den Col de Peyresourde, den Aspin
und schließlich den Col
du Tourmalet, wobei mir fast ein
Pferd zum Verhängnis wird. Kann man einen Sommerurlaub so legen, dass man die
einzigen drei Wochen
des Jahres
erwischt, die kühl und regnerisch sind? Kann man die einzige
totale Sonnenfinsternis
in 100 Jahren um 5 Minuten verpassen? Mein
reisebegleitendes Tiefdruckgebiet sorgt wie immer für die passende
Szenerie. Auch wenn man die Sonne nicht verschwinden sieht, erlebt man
die nächtliche Dunkelheit im Kernschatten von Laon doch
hautnah. Unser Ziel ist die Bretagne, das Land der Hinkelsteine,
wobei wir die Normandie nicht streifen und der Leser somit die
gewohnten Bilder vom Gezeitenkraftwerk
von Saint Malo oder dem Mont Saint Michel auf einer anderen
Internetseite suchen muss. Dafür erleben wir Perros-Guirec
bei gutem
Wetter mit einer entsprechenden Ausbeute an Photos. Der
Leuchtturm ist einzigartig. Und wenn man bei strömendem Regen auf
dem
Weg zur Dusche
dann noch Bekannte aus dem Schiurlaub
trifft,
kann das durchaus versöhnen. Südfrankreich ist nicht nur ein beliebtes Reiseziel
sondern auch die am meisten frequentierte Seite unserer Homepage. Grand
Canyon
du Verdon ist hier das Schlagwort.
Mit dem Sentier Martel verfügt die Schlucht zudem
über einen
großartigen Wanderweg. Der Canyon ist der mit weitem Abstand
eindrucksvollste in einem Land, das reich an Schluchten ist. Der
Süden
steht für Wein, savoir vivre und eine berühmte Küste.
Aber auch für
Ortschaften wie Roussillon, Moustier-Ste-Marie, Apt, Grasse und
Saint-Tropez. Dazu gibt es im Landesinneren Seen wie der Lac
de St. Croix oder der von Serre-Ponçon.
Unterwegs gibt es aber noch mehr zu
entdecken... Es ist die vielleicht entspannteste Reise, die wir jemals nach Frankreich unternommen haben. Es ist eine Reise ohne große Highlights, ohne die großen Bilder und die berühmten Namen. Aber es wird dann doch ein Erlebnis, vielleicht weil der Strand der Ile d'Oléron auch dann schön ist, wenn man nicht fotografiert, weil Chambord eben Chambord und Lascaux halt Lascaux ist. Und die Wälder des Périgord sind so gut wie seine Pasteten. Auch wenn wir aus der «Sendung mit der Maus», die kurz nach unserem Urlaub im Département 17 der Aufzucht der Miesmuscheln einen ausführlichen Bericht widmet, mehr über die Meerestiere lernen, als vor Ort, so verbringen wir doch dehr schöne Tage auf der Insel. Eine gut 70 Kilometer lange Fahrt mit dem Rad über den Nordteil der Insel rundet den Aufenthalt ab. Danach folgen eine Fischauktion in Royan und, auf abenteuerlichen Pfaden, eine Radtour durch die «Landes». Wer unternimmt allen Ernstes im Winter
eine Wanderung
durch die Schluchten des Tarn? Diese Winterreise nach Südfrankreich,
die nun auch schon viele Jahre zurück liegt, hat mir eine ganz
besondere Sicht auf Frankreich vermittel. Eine alte Kodak Retina Reflex
III dient als Kamera,
ein billiges Zelt als Unterkunft und ein Bundeswehrschlafsack muss
Temperaturen unter -10°C trotzen. Erst mit der Ankuft an der
Küste
wärmen die Sonnenstrahlen
wieder. Unvergessen bleibt der Abstieg von den Höhen hinab nach
Monaco,
der Blick auf Nizza und die Palmen am Wegesrand lassen echte Urlaubsstimmung
aufkommen. Gardasee, Cinque Terre und Toskana sind die Regionen einer Reise nach Italien. Lazise, Pisa, Siena und Florenz die Orte, die diese Reise streift. Orte, die immer für außergewöhnliche Fotos gut sind. Aber es ist vielmehr das «Erlebnis Italien», wie man es sich vorstellt, durchaus kontrovers und manchmal auch nervig, das diesen Urlaub prägt. Aber am Ende dieser Fahrt, die uns den Schmutz großstadtnaher Strände ebenso erleben lässt wie die einzigartige Landschaft der Cinque Terre oder die Überfahrt über den Apeninn, die Uffizien in Florenz oder die gefährliche Schieflage des berühmten Turms von Pisa, werden wir mehr wissen über Norditalien. Diese Fahrt, die mit einem Abstecher nach Rothenburg ob der Tauber und einem Kupplungsschaden am VW-Bus sowie dem daraus resultierenden Zwangsaufenthalt am Bodensee beginnt, hält zuletzt dann doch zahlreiche positive Überraschungen parat. |
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