Les 3 Vallées

Courchevel und la Tania

Les 3 Vallées
Cour­che­vel ge­hört zu je­nen Or­ten in den Al­pen, in de­ren Ski­ge­biet man ei­nen Tag lang nur ost­eu­ro­päi­sche Spra­chen hö­ren kann. Wer rus­sisch spricht, der hat hier de­fi­ni­tiv mehr Un­ter­hal­tung. Wir wer­den uns das Ge­biet nä­her an­schau­en, wo­bei wir den­je­ni­gen Teil aus­las­sen, der un­ter Sau­li­re/Vi­zel­le be­reits be­schrie­ben ist. Wir wer­den la Ta­nia be­su­chen, Cour­che­vel 1500 so­wie die To­tems von Ch­an­ros­sa und Bel Air.
Les 3 Vallées
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Wenn man am Vi­zel­le der Ab­fahrt Mar­mot­tes folgt, ge­langt man an den Lift Ch­an­ros­sa, der die gleich­na­mi­ge schwar­ze Pis­te und ei­ne eben­so un­spek­ta­ku­lä­re ro­te be­dient. Ich wer­de mir nun wie­der an­hö­ren müs­sen, dass ich die «ras­si­ge» Ch­an­ros­sa nicht ge­nug ge­wür­digt hät­te. Nun, als Stock­horn­fah­rer kann ich das aber auch beim bes­ten Wil­len nicht oh­ne zu lü­gen. Viel­leicht liegt es dar­an, dass ich die Pis­te im dich­ten Schnee­trei­ben ge­fah­ren und oh­ne­hin nichts von ihr ge­se­hen ha­be. Sie wird mir je­den­falls nicht in Erin­ne­rung blei­ben.
Les 3 Vallées
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Ei­ne Zu­fahrt nach Bel Air führt über die Rück­sei­te des Ch­an­ros­sa Sat­tels. Die schwers­te Pis­te hier ist der Dop­pel­schlep­per Py­ra­mi­de, der mich am Ein­stieg erst drei Me­ter durch die Luft schleu­dert und dann fast völ­lig eben da­hin­wab­belnd zwei harm­lo­se blaue Pis­ten er­schließt. Mit dem Ses­sel Cha­pe­lets er­reicht man schließ­lich den größ­ten ge­fühl­ten Ab­stand von Val Tho­rens, auch wenn der GPS-Emp­fän­ger am En­de ver­mut­lich la Ta­nia er­mit­teln wird.
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Das Groß­auf­ge­bot an blau­en Pis­ten im Be­reich Cour­che­vel 1650 ist wohl eher et­was für Fa­mi­li­en. Span­nen­der wird es da schon am Col de la Lo­ze, des­sen Rück­sei­te nach Me­ri­bel hin ei­ne an­ge­nehm stei­le, schwar­ze Pis­te bie­tet. Die Ab­fahr­ten nach la Ta­nia kom­men bei bes­se­ren Schnee­ver­hält­nis­sen eben­falls gut an. Wenn die un­te­ren Re­gio­nen ver­eist sind, kann ei­ne an sich harm­lo­se schwar­ze Pis­te wie die Jockeys zur Un­fahr­bar­keit mu­tie­ren. Hier un­ten kurvt man üb­ri­gens mal wie­der durch Wald, was ei­ne will­kom­me­ne Ab­wechs­lung ge­gen­über der kar­gen Hoch­ge­birgs­land­schaft dar­stellt.